Bevor der Wert des Schmuckstücks bestimmt werden kann, muss zunächst eine Echtheitsprüfung erfolgen. Doch woran erkennt man die Echtheit von antikem Goldschmuck? Hierfür stehen den Profis diverse Prüfverfahren zur Wahl.
Ein wesentliches Merkmal, anhand dessen sogar Laien echtes Gold erkennen können: die Punze, auch als Goldstempel bekannt. Denn es ist schon lange Tradition, dass echtes Gold gestempelt wird, um den Feingoldgehalt auszuweisen. Heißt im Umkehrschluss: Fehlt die Punze, ist der antike Goldschmuck vermutlich unecht. Trägt das Schmuckstück jedoch sachgemäß einen Goldstempel, kann es mit der Schätzung weitergehen.
Für den Wert des Antikschmucks ist vor allem der Goldgehalt maßgeblich. Denn je höher dieser ausfällt, desto wertvoller ist auch das Schmuckstück. So richtet sich der Preis danach, ob der Antikschmuck aus 333er, 585er, 750er oder 999 Feingold besteht. Beachten Sie jedoch: Schmuck wird generell nicht aus 999er Gold hergestellt, da dieses zu weich ist. Stattdessen hat sich die 585er Goldlegierung als Klassiker für Goldschmuck durchgesetzt. Welches weitere Legierungsmetall verwendet wurde, ist für die Wertermittlung eher nebensächlich. Umso wichtiger ist dafür die Verarbeitung des Schmucks: Wie hochwertig wurde er gefertigt? Sind Edelsteine wie Diamanten, Rubine oder dergleichen eingearbeitet? All das kann den Wert des Goldschmucks zusätzlich steigern.