Die wohl größte Unsicherheit besteht bei der Entscheidung, welche Größe das Gold haben soll, das als Anlage für das eigene Kapital dient. In erster Linie spielt dabei die Flexibilität eine Rolle. Auch wenn im Idealfall davon ausgegangen wird, dass die Investition in Gold eine Investition in eine längerfristige Anlage ist, kann es immer passieren, dass Kapital wieder liquidiert werden muss. In diesem Fall würde es bedeuten, das Gold zu verkaufen. Wurde bei der Investition entschieden, die größte Größe auszuwählen, kann dies zu Problemen führen. Nicht unbedingt, weil es keinen Käufer gibt. Wer jedoch einen Goldbarren mit einem Gewicht von 500 Gramm gekauft hat, veräußert diesen dann auch in seiner gesamten Größe, obwohl möglicherweise eine anteilige Liquidierung ausgereicht hätte.
Den Rest des Kapitals dann wieder in Gold anzulegen, kann abhängig vom aktuellen Goldpreis, zu einem Verlustgeschäft werden. Empfehlenswert ist es daher, eine gewisse Stückelung in Anspruch zu nehmen. Auch Goldbarren gibt es heute schon ab einem Gewicht von 1g und mit vielen Zwischenstufen bis hin zu 1000g.
Abgeraten wird allerdings von der Investition in Barren, die mit ihrem Gewicht unter 5g liegen. Das Problem dabei ist, dass die Preise für den An- und Verkauf eine zu große Spanne haben. Ein gewinnbringender Wiederverkauf ist daher nicht sehr wahrscheinlich. Je geringer das Gewicht des physischen Goldes, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einem dringenden Wiederverkauf der Verlust zu hoch ist.
Soll in Gold angelegt werden, um eine möglichst gute Rendite zu erzielen, ist die Investition in größere Goldbarren empfehlenswert. Durch die einfache Herstellung der Barren entspricht der Preis oft so gut wie dem reinen Materialwert. Die Preise der Händler, gerade bei den größeren Barren, liegen daher im An- und Verkauf nah beieinander.