Wenn es schnell gehen muss, hat sich die Goldanalyse mit Prüfsäure bewährt. Innerhalb weniger Sekunden liefert diese Prüfmethode ein Ergebnis zum Feingehalt des Goldes. Doch sie ist nicht nur schnell – sie kommt außerdem auch mit wenigen Materialien aus. Alles, was Edelmetallprofis für eine solche Goldanalyse brauchen: Eine Schiefertafel, Prüfsäure und natürlich einen entsprechenden Prüfgegenstand, wie Barren, Münzen oder Schmuck.
Die Prüfsäure ist dabei quasi der Schlüssel, der den Feingehalt des Goldes offenbart. Dafür wird der Prüfgegenstand leicht über die Schiefertafel gerieben, wo er einen feinen Streifen hinterlässt. Auf diesen wird etwas Säure geträufelt. Je nachdem, ob bzw. welche Reaktion der Prüfstrich zeigt, lässt sich erkennen, welche Goldlegierung vorliegt. Angesichts dieser schnellen und einfachen Technik, verwundert es nicht, dass der Säuretest schon lange Tradition hat und bis heute zu den Klassikern der Goldanalyse zählt. Folgende Goldlegierungen lassen sich mit diesem Schnelltest ermitteln: 333er bzw. 8-karätiges Gold, 585er bzw. 14-karätiges Gold, 750er bzw. 18-karätiges Gold sowie 900er bzw. 21,6-karätiges Gold.
Die traditionelle Goldbestimmung im Schnellverfahren birgt allerdings auch einen Nachteil: Unter Umständen muss für die Prüfzwecke eine Materialprobe entnommen werden – beispielsweise, indem das Gold angeschliffen wird. Vor allem bei Schmuck ist dies nicht gewollt oder wünschenswert. Schließlich wird das Schmuckstück hierbei beschädigt und kann an Wert verlieren. Glücklicherweise gibt es bei Goldschmuck dank Punzen oft noch andere Möglichkeiten die Goldlegierung eindeutig zu bestimmen.