Gold wurde als seltenes Edelmetall schon immer hoch geschätzt und besaß von vornherein einen intrinsischen Wert. Die ersten Goldmünzen wurden unter dem König Krösus gefertigt und repräsentierten damit den ersten wirklichen Standard, an dem sich die Qualität von Gold messen ließ. Bei den Römern waren Goldmünzen als Zahlungsmittel ebenfalls verbreitet, jedoch hatten die meisten Bevölkerungsschichten zu diesen Münzen keinen Zugang, weshalb es die goldenen Münzen nicht schafften das ursprüngliche Tauschsystem zu ersetzen. Erst mit dem Kaiser Konstantin dem Großen setzte sich Gold als Währung durch. Das blieb so bis ins frühe Mittelalter. Dort wurde man sich der Tatsache bewusst, dass Gold wegen seines geringen Vorkommens einen deutlich höheren Wert als Silber hatte. Entsprechend wurden Silbermünzen zur neuen Währung und man begann Gold als Wertspeicher zu sammeln. Dadurch stieg der Wert des Goldes enorm an. Erst mit der Entdeckung Amerikas, im Zuge derer ganze Schiffsladungen voller Gold und Silber nach Europa kamen, wendete sich die Tendenz wieder: Da plötzlich mehr Gold verfügbar war, sank dessen Wert. Mit der Einführung des sogenannten Goldstandards im späten 19. Jahrhundert wurden schließlich die offiziellen Rahmenbedingungen geschaffen, um den Goldpreis exakt festlegen zu können.