In einer Scheideanstalt kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, wobei an erster Stelle meist die thermische Aufbereitung erfolgt: Hierfür werden die aufzubereitenden Teile oftmals zunächst zerkleinert und anschließend in einer Schmelzanlage erhitzt. Weil unterschiedliche Materialien und Rohstoffe verschiedene Schmelzpunkte haben, wird es mit dem thermischen Verfahren möglich, die Edelmetalle zu lösen und sogar einzelne Legierungen aufzubrechen. Denn aufgrund der unterschiedlichen Beimischungen in Legierungen weisen auch diese einen ganz eigenen Schmelzpunkt auf. Weitere Verfahren, die in einer Scheideanstalt zum Einsatz kommen können, sind chemischer oder elektrolytischer Natur. Ein Beispiel hierfür ist die sogenannte Königswasser-Scheidung: Hierbei handelt es sich um ein nass-chemisches Verfahren, bei dem eine Säuremischung aus Salpetersäure und Salzsäure verwendet wird. Viele Edelmetalle, unter anderem Gold und Silber, lösen sich im Königswasser und lassen sich anschließend einzeln ausfällen. Grundsätzlich gilt: Die verschiedenen Verfahren, die in einer Scheideanstalt eingesetzt werden, gehören zu den effektivsten bekannten Methoden. Trotzdem ist es nicht immer möglich die absolute Reinheit bei den Edelmetallen wiederherzustellen.