Der Begriff „Unze“ (engl.: ounce) steht für ein Gewichtsmaß, das heutzutage vor allem in englischsprachigen Regionen zum Auswiegen von Lebensmitteln und Flüssigkeiten herangezogen wird. Dabei hat sich als Einheitszeichen oz für eine Unze etabliert.
Wer also gern den Kochlöffel schwingt und sich dabei auch an internationale Gerichte heranwagt, wird beim Durchstöbern seiner Kochbücher bestimmt schon einmal über den Begriff gestolpert sein.
Doch nicht nur beim Kochen und Backen wird die Maßeinheit verwendet. Früher diente sie auch Apothekern als Orientierungshilfe, um Chemikalien und Medikamente zu wiegen. Die Unze hat demnach eine lange Tradition. Ihre Anfänge reichen bis ins Zeitalter der römischen Antike zurück, wo sie als römische Libra den Handel, das Finanzwesen und den gesellschaftlichen Alltag bestimmte.
Da die Unze eine nichtmetrische Maßeinheit ist, existiert für sie kein exakter, allgemeingültiger Wert. So war sie beim römischen Maßsystem mit einem Wert von 27,2875 g beziffert, wohingegen die Apotheker-Unze mit Entsprechungen zwischen 29 g und 31 g ausgewiesen wurde. Die gewöhnliche Unze – wie sie in Großbritannien und Amerika bis heute geläufig ist – entspricht wiederum etwa 28,35 g.
Auch Edelmetalle werden häufig in Unzen angeben. Streng genommen ist dies allerdings nicht ganz korrekt. Stattdessen sind Edelmetalle in Feinunzen auszuweisen. Nichtsdestotrotz werden die Begriffe sowohl im allgemeinen Sprachgebrauch als auch in Fachkreisen synonym verwendet.